Leistungsumfänge, Mandate und Fälle in Ventoo Case Management

Diese Seite beschreibt die tägliche Arbeit mit der Kernhierarchie: Aus einem Leistungsschema entsteht ein Leistungsumfang, darunter Mandate und Fälle, in denen Aktivitäten erfasst werden.

Leistungsumfang anlegen

Ein Leistungsumfang (Scope) ist die kundenspezifische Ausprägung eines Leistungsschemas.

  1. Öffnen Sie die Leistungsumfänge (Scope List) und legen Sie einen neuen an.

  2. Wählen Sie das zugrunde liegende Leistungsschema – Elemente, Prozess und Attribute werden übernommen.

  3. Passen Sie Elemente, Mengen und Preise über den Teil Artikel an (Feld VK-Preis überschreibt, 0 = BC-Preisfindung; Dauer (Stunden) setzt eine Standarddauer; Aktivität automatisch erstellen erzeugt beim Fall automatisch eine Aktivität).

  4. Der primäre Debitor (Primary Customer) wird automatisch aus der ersten abrechenbaren Beziehung abgeleitet.

Wesentliche Felder: Beschreibung, Leistungsschema-Nr., Prozess-Nr. + aktueller Schritt, Aktiv-Kennzeichen, Abrechnungsprofil und Rechnungstexte sowie berechnete Zähler und Summen (Anzahl Mandate/Fälle, Gesamtbetrag).

Mandat anlegen

Ein Mandat (Engagement) gruppiert zusammengehörige Fälle unter einem Vertrag. Es ist optional – Fälle können auch ohne Mandat bestehen.

  1. Öffnen Sie die Mandate (Engagement List) und legen Sie ein neues an.

  2. Verknüpfen Sie es mit einem Leistungsumfang (Feld Scope No.) – Beschreibung und primärer Debitor werden abgeleitet.

  3. Setzen Sie Start-/Enddatum, ggf. Prozess und Abrechnungsprofil.

  4. Fügen Sie über Beziehungen die verantwortlichen Beteiligten hinzu (z. B. Kundenverantwortlicher, Auftraggeber).

Fall anlegen und führen

Ein Fall (Case) ist die eigentlich verwaltete und abgerechnete Einheit.

  1. Legen Sie einen Fall an – innerhalb eines Mandats oder eigenständig.

  2. Der Fall erbt Leistungsumfang, Prozess, Dimensionen und Abrechnungseinstellungen aus dem Kontext.

  3. Fügen Sie Beteiligte hinzu (siehe Beteiligte und Beziehungen).

  4. Erfassen Sie Aktivitäten (siehe Aktivitäten und Zeiterfassung).

  5. Der Fall startet am initialen Prozessschritt.

Fallkarte im Überblick

Die Fallkarte (Case Card) bündelt: Kopfdaten und Kontext (Mandat, Leistungsumfang, primärer Debitor), Prozess und aktueller Schritt, Attribute, Aktivitäten (Unterseite), Beziehungen, Aufgaben sowie Statistik- und Abrechnungs-Faktenboxen. Eine geführte Tour (Teaching Tips) weist bei Bedarf auf Prozess, Attribute, Aktivitäten und Beziehungen hin.

Prozessschritt weiterschalten

Benutzer mit der Fähigkeit Im Prozess fortfahren schalten den Fall über eine Aktion zum nächsten Schritt. Vor dem Wechsel prüft die App:

  • Pflichtattribute – leere Pflichtattribute blockieren den Wechsel.

  • Genehmigungs-Gate – ist am Schritt „Require All Activities Approved“ gesetzt, müssen alle Aktivitäten genehmigt sein.

Bei jedem Schrittwechsel werden Integrationsevents ausgelöst, an die kundenspezifische Automatisierung andocken kann.

Kontext ändern (Neuzuordnung)

Über die Seite Fall-Kontext kann ein Fall einem anderen Mandat oder Leistungsumfang zugeordnet werden – falls die Fähigkeit Kontext verwalten vorliegt. Bereits gebuchte Fallposten lassen sich dabei auf den neuen Kontext neu zuordnen (Storno + Neubuchung), damit die Summen stimmen. Details siehe Abrechnung und Fallposten.

Stornieren

Ein Fall bzw. Mandat trägt ein Storniert-Kennzeichen. Das Stornieren erfordert die Fähigkeit Fall stornieren. Stornierte Fälle werden aus der Abrechnung ausgenommen.

Änderungsprotokoll

Ist Fall-Änderungsprotokoll aktivieren aktiv, protokolliert die App Änderungen an Fällen, Aktivitäten, Beziehungen und Attributwerten. Einsicht über die Aktion Änderungsprotokoll auf der Fallkarte oder zentral über die Setup-Seite.